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Zypern setzt Rekord: 10.007 Immobilienverkäufe und 2,23 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2026

Das erste Halbjahr 2026 war das stärkste in der Geschichte des zyprischen Immobilienmarkts: 10.007 Kaufverträge, 2,23 Milliarden Euro Transfervolumen und jeder Monat über dem Vorjahr.
Zyprischer Immobilienmarkt Halbjahr 2026 Rekord
Foto: Cyprus Mail

Wer noch Zweifel hatte, ob der zyprische Immobilienmarkt seinen Wachstumskurs beibehält, hat seit dieser Woche eine klare Antwort. Das erste Halbjahr 2026 wurde zum stärksten in der Geschichte des Marktes: 10.007 Kaufverträge wurden zwischen Januar und Juni bei den Grundbuchämtern eingetragen, 14,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und das erste Mal überhaupt, dass die Sechs-Monats-Marke von 10.000 Verträgen überschritten wurde. Den Abschluss bildete ein historischer Juni mit 1.964 Abschlüssen, einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Diese Zahlen stammen aus einer Analyse von BuySell, Zyperns führender Immobilienplattform, auf Basis von Daten des Department of Lands and Surveys. Dahinter steckt mehr als ein statistischer Spitzenwert: Der Markt hat an Fahrt gewonnen, nicht nur insgesamt, sondern Monat für Monat. Januar lag 11 Prozent über dem Vorjahr, Februar 12 Prozent, März sogar 18 Prozent. Und dann kam Juni mit seinen 27 Prozent.

Limassol vorne, Paphos am schnellsten

Das Wachstum ist flächendeckend, aber nicht gleichmäßig verteilt. Limassol hat im ersten Halbjahr die meisten Verträge abgeschlossen: 3.264 Stück, ein Plus von 19,8 Prozent. Im Juni allein waren es 727 Verträge, was einem Jahreszuwachs von 64 Prozent entspricht, dem stärksten Juni-Ergebnis der Stadt seit Beginn der Aufzeichnungen. Paphos wuchs prozentual am schnellsten, nämlich um 20,5 Prozent im Halbjahresvergleich, und entwickelt sich zunehmend zur bevorzugten Adresse für Käufer aus dem Ausland, die nach Küstenlagen mit Lifestyle-Charakter suchen. Larnaca und Nicosia zeigten solides Wachstum ohne Ausreißer, während selbst Famagusta als kleinster Markt ein Plus von 13,7 Prozent verbuchte.

Der Gesamtwert der abgeschlossenen Transfers übersteigt im ersten Halbjahr die Marke von 2,23 Milliarden Euro. Allein im Juni wechselten Immobilien im Wert von 541 Millionen Euro den Besitzer, der stärkste Monat des Jahres bislang. Limassol steuerte dabei 906 Millionen Euro bei, also 41 Cent von jedem im Land ausgegebenen Euro. Nikosia folgt mit 471 Millionen, vor Paphos mit 438 Millionen, Larnaca mit 305 Millionen und Famagusta mit 111 Millionen Euro.

Internationale Käufer treiben vor allem die Küste

Ausländische Käufer spielen eine zentrale Rolle in dieser Entwicklung. Im ersten Halbjahr wurden 4.151 Objekte von internationalen Käufern unter Vertrag genommen, was 20,4 Prozent aller abgeschlossenen Transfers entspricht. Paphos ist ihr bevorzugter Standort: Dort gingen 41,2 Prozent aller Objekte an ausländische Käufer, während der Anteil in Nicosia bei nur 9,1 Prozent lag. Rund zwei Drittel dieser Auslandskäufe wurden von Nicht-EU-Bürgern abgeschlossen.

Für deutsche Käufer, die einen Einstieg in den zyprischen Markt prüfen, ist das relevant. Wer Immobilien in Zypern kaufen möchte, trifft auf einen Markt mit breiter internationaler Konkurrenz, vor allem in den gefragten Lagen an der Küste. In Paphos konkurriert heute fast jeder zweite Käufer mit einem ausländischen Interessenten.

Wohnungspreise steigen doppelt so schnell wie Häuser

Die Preisdynamik zeigt, wo der Druck am größten ist. Der Preisindex der Zentralbank Zyperns für Wohnimmobilien, aktuell für das erste Quartal 2026, weist bei Wohnungen ein Plus von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Bei Häusern liegt der Zuwachs bei 3,0 Prozent, der Gesamtmarkt wächst um 7,5 Prozent. Investoren und internationale Käufer bevorzugen kompakte, urbane und küstennahe Objekte, was die Wohnungspreise stärker treibt als das Segment der Einfamilienhäuser.

Auf der Finanzierungsseite haben sich die Bedingungen verändert. Im Jahr 2025 wurden neue Wohnungsbaukredite über insgesamt 2,0 Milliarden Euro vergeben, ein Anstieg um 36,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittliche Hypothekenzins lag im Februar 2026 bei rund 3,06 Prozent. Auffällig dabei: Der Anteil variabel verzinster Darlehen ist von über 90 Prozent im Jahr 2022 auf heute rund 12 Prozent gefallen. Viele Kreditnehmer sichern sich also lieber feste Zinsen, als auf weitere Senkungen zu spekulieren.

Kein Strohfeuer, sondern strukturelles Wachstum

Ein Rekordjahr wie 2026 sendet ein deutliches Signal: Der zyprische Markt ist kein Geheimtipp mehr. Die Nachfrage aus dem In- und Ausland zieht stark an, die Preise folgen, und die Finanzierungszinsen bleiben im europäischen Vergleich moderat. Wer in Limassol, Larnaca oder Paphos eine Wohnung kaufen möchte, sollte berücksichtigen, dass die Kaufkonkurrenz in den letzten zwölf Monaten erheblich gewachsen ist, besonders in den bevorzugten Küstenregionen.

Jeder einzelne Monat des Jahres 2026 lag über dem entsprechenden Vorjahresmonat. Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis stabiler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, anhaltender Kaufkraft und eines nach wie vor attraktiven Finanzierungsumfelds. Der Markt wächst nicht wegen eines Sondereffekts, sondern weil die Grundlagen stimmen.

Quelle: Cyprus Mail

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