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Zyperns Immobilienmarkt im August 2026: Ausländische Käufer legen weiter zu

Die August-Zahlen des zyprischen Grundbuchamts zeigen: Ausländische Käufer bestimmen zunehmend den Markt, vor allem in Paphos und Larnaca.
Blick auf Nikosia, Zypern
Foto: Cyprus Property News

Das zyprische Grundbuchamt (Department of Lands and Survey) hat seine monatliche Analyse der Immobilienverkäufe veröffentlicht, und die Zahlen für August 2026 zeigen ein differenziertes Bild des Marktes. Insgesamt wurden 1.241 Kaufverträge bei den Land-Registry-Büros hinterlegt, ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Zypriotische Käufer stellten mit 659 Verträgen die größte Gruppe, das entspricht 53 Prozent. EU-Bürger kamen auf 197 Abschlüsse, also 16 Prozent, Käufer von außerhalb der EU auf 385, also 31 Prozent.

Zypriotische Käufer: Larnaca boomt, Famagusta schwächelt

Die Verkäufe an einheimische Käufer legten im August landesweit um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu, doch das Bild unterscheidet sich stark je nach Bezirk. In Famagusta sanken die Verkäufe um 19 Prozent, in Limassol um 16 Prozent und in Paphos um 3 Prozent. Diese Rückgänge wurden durch ein kräftiges Plus in Larnaca mit 47 Prozent und in Nikosia mit 7 Prozent mehr als ausgeglichen. Zypriotische Käufer bleiben damit zwar die mit Abstand größte Gruppe am Markt, ihr Anteil schrumpft aber von Jahr zu Jahr weiter.

EU-Bürger kaufen wieder verstärkt in Limassol

Bei Käufern aus der EU zeigt sich ein deutlich positiveres Bild. Die Verkäufe an diese Gruppe stiegen im August um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einzig Nikosia verzeichnete mit einem Minus von 6 Prozent einen Rückgang, alle anderen Bezirke wuchsen. Besonders auffällig ist Limassol: Nach einem Einbruch von 32 Prozent im Juli erholten sich die Verkäufe an EU-Bürger im August um 89 Prozent. Paphos legte um 11 Prozent zu, Famagusta um 10 Prozent und Larnaca um 6 Prozent. Wie stark einzelne Monate schwanken können, zeigt gerade das Beispiel Limassol sehr deutlich.

Nicht-EU-Käufer setzen auf Paphos und Nikosia

Auch bei Käufern von außerhalb der EU ging es im August klar bergauf, mit einem Plus von 19 Prozent gegenüber August 2025. Nur Limassol meldete hier einen Rückgang von 6 Prozent. Paphos verzeichnete mit 40 Prozent das stärkste Wachstum, gefolgt von Nikosia mit 33 Prozent. Larnaca legte um 31 Prozent zu, Famagusta um 7 Prozent. Damit wächst diese Käufergruppe in nahezu jedem Bezirk der Insel spürbar schneller als der Gesamtmarkt.

Acht Monate 2026: Ausländer kaufen fast jede zweite Immobilie

Über die ersten acht Monate des Jahres 2026 betrachtet, verstärkt sich der Trend. Bei den zypriotischen Käufern verzeichnete jeder Bezirk ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum, angeführt von Limassol mit 19 Prozent. Famagusta folgt mit 7 Prozent, Nikosia und Larnaca mit jeweils 5 Prozent, während Paphos mit 3 Prozent den geringsten Zuwachs verzeichnete.

Bei EU-Käufern liegt das Jahresplus bei 23 Prozent. Paphos führt mit einem Zuwachs von 42 Prozent, vor Larnaca mit 33 Prozent, Limassol mit 9 Prozent und Nikosia mit 8 Prozent. Famagusta ist der einzige Bezirk mit einem leichten Rückgang von 2 Prozent.

Noch deutlicher fällt das Wachstum bei Käufern von außerhalb der EU aus. Ihre Verkäufe liegen inzwischen fast doppelt so hoch wie die an EU-Bürger und wuchsen in den ersten acht Monaten um 19 Prozent. Paphos, Larnaca und Famagusta verzeichneten jeweils ein Plus von 21 Prozent, Limassol von 16 Prozent und Nikosia von 12 Prozent.

Zusammengerechnet entfielen 47 Prozent aller Immobilienverkäufe der ersten acht Monate 2026 auf EU- und Nicht-EU-Käufer. In Paphos ist der Trend besonders ausgeprägt: Dort kauften ausländische Käufer mit 1.871 Verträgen mehr als doppelt so viele Immobilien wie Zyprioten mit 783 Abschlüssen. Auch Larnaca gewinnt bei Käufern von außerhalb der EU zunehmend an Attraktivität, was die Verschiebung der Nachfrage auf der Insel unterstreicht.

Die Behörde weist EU- und Nicht-EU-Käufe erst seit 2018 getrennt aus, zuvor liefen alle ausländischen Erwerbe unter der gemeinsamen Kategorie der Overseas Sales. Gerade deshalb fällt die aktuelle Verschiebung so deutlich auf: Wo früher ausländische Käufer meist als eine Gruppe betrachtet wurden, zeigt sich heute, dass Nicht-EU-Bürger inzwischen fast doppelt so aktiv sind wie Käufer aus der EU, allen voran in Paphos, Larnaca und Famagusta.

Für Käufer aus Deutschland und anderen EU-Staaten sind vor allem die Zahlen zu Limassol interessant. Nach dem schwachen Juli mit einem Rückgang von 32 Prozent zogen die Verkäufe an EU-Bürger im August um 89 Prozent an, ein Hinweis darauf, wie schnell sich die Stimmung in einem einzelnen Bezirk drehen kann. Gleichzeitig bestätigt sich der langfristige Trend, dass Paphos und zunehmend auch Larnaca zu den bevorzugten Zielen ausländischer Käufer werden, während der einheimische Markt in Famagusta und Limassol im August etwas an Schwung verlor.

Quelle: Cyprus Property News

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