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Zyperns Immobilienmarkt: Ausländische Nachfrage treibt Verkäufe im Juli weiter an

Im Juli 2026 legten Zyperns Immobilienverkäufe erneut zu. Ausländische Käufer aus EU- und Nicht-EU-Staaten treiben das Wachstum, vor allem in Paphos und Larnaca.
Immobilienmarkt Zypern - Küstenregion mit Wohnbebauung
Foto: Cyprus Property News

Der zyprische Immobilienmarkt hat im Juli 2026 erneut zugelegt, und ausländische Käufer tragen einen wachsenden Anteil zu diesem Wachstum bei. Nach Zahlen des Grundbuchamts (Department of Lands and Surveys) legten sowohl heimische als auch internationale Käufergruppen gegenüber dem Vorjahresmonat zu, wobei sich die Dynamik von Bezirk zu Bezirk deutlich unterscheidet. Getrennte Statistiken für EU- und Nicht-EU-Käufer werden erst seit 2018 geführt, davor liefen alle ausländischen Käufe unter einer gemeinsamen Kategorie.

Zypriotische Käufer bleiben die größte Gruppe

Mit 1.211 abgeschlossenen Kaufverträgen stellten zypriotische Käufer im Juli 59 Prozent aller Transaktionen und damit weiterhin die größte Käufergruppe im Markt. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent gegenüber den 1.080 Verträgen aus dem Juli 2025. Einheitlich verlief die Entwicklung jedoch keineswegs. In Larnaka sanken die inländischen Verkäufe um 13 Prozent auf 232 Abschlüsse, in Famagusta um 9 Prozent auf 49. Limassol dagegen verzeichnete mit einem Plus von 39 Prozent auf 445 Verträge den stärksten Zuwachs im ganzen Land, gefolgt von Paphos mit einem Anstieg von 29 Prozent auf 129 Abschlüsse. Nikosia legte moderater um 4 Prozent auf 358 Verträge zu. Über die ersten sieben Monate des Jahres betrachtet, meldete jeder einzelne Bezirk höhere inländische Verkaufszahlen als im Vorjahreszeitraum. Limassol führt dabei mit 24 Prozent Wachstum, vor Famagusta mit 10 Prozent sowie Nikosia und Paphos mit 5 beziehungsweise 3 Prozent.

EU-Käufer legen leicht zu, mit großen regionalen Unterschieden

Käufer aus anderen EU-Staaten, darunter auch deutsche Investoren, deponierten im Juli 277 Kaufverträge. Das sind nur ein Prozent mehr als die 274 Verträge aus dem Juli 2025, eine auffallend schwache Zahl im Vergleich zu den anderen Käufergruppen. Hinter dieser moderaten Gesamtentwicklung verbergen sich jedoch deutliche Verschiebungen zwischen den Regionen. Während die Nachfrage in Famagusta um 35 Prozent, in Limassol um 32 Prozent und in Nikosia um 20 Prozent zurückging, stiegen die Abschlüsse in Larnaka um 91 Prozent und in Paphos um 16 Prozent. Über das Jahr gerechnet bleibt Paphos für EU-Käufer der mit Abstand attraktivste Bezirk auf der Insel, mit einem Zuwachs von 46 Prozent gegenüber den ersten sieben Monaten 2025. Larnaka folgt mit 36 Prozent, während Nikosia und Limassol nur im einstelligen Bereich zulegten. Famagusta verzeichnete als einziger Bezirk einen leichten Rückgang von 3 Prozent.

Nicht-EU-Käufer als wichtigster Wachstumstreiber

Am deutlichsten zeigt sich der Trend bei Käufern von außerhalb der Europäischen Union. Im Juli wurden 552 Kaufverträge von Nicht-EU-Bürgern deponiert, verglichen mit 478 im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Anstieg von 15 Prozent. Mit Ausnahme von Nikosia, wo die Verkäufe um 16 Prozent sanken, verzeichneten alle übrigen Bezirke spürbare Zuwächse. Larnaka führte mit einem Plus von 42 Prozent auf 150 Verträge, gefolgt von Famagusta mit 35 Prozent auf 31 Abschlüsse. Limassol wuchs um 10 Prozent auf 190 Verträge, Paphos um 6 Prozent auf 155. Über die ersten sieben Monate des Jahres liegt das Wachstum bei Nicht-EU-Käufern bei 19 Prozent, und jeder Bezirk meldet dabei zweistellige Zuwachsraten, ein deutliches Signal für die anhaltende internationale Attraktivität der Insel.

Auslandsnachfrage stützt einen wachsenden Teil des Marktes

Zusammengenommen entfielen EU- und Nicht-EU-Käufer in den ersten sieben Monaten des Jahres auf 41 Prozent aller abgeschlossenen Immobilienverkäufe auf Zypern. Besonders Paphos profitiert von dieser internationalen Nachfrage und festigt damit seinen Ruf als einer der beliebtesten Zielorte für Käufer aus dem Ausland. Auch Limassol und Larnaka bleiben gefragt, wenngleich mit unterschiedlicher Dynamik je nach Käufergruppe und Monat. Die Zahlen bestätigen ein Muster, das sich seit Jahren beobachten lässt: Küstenregionen mit guter Infrastruktur und internationalem Publikum wachsen schneller als die Hauptstadt.

Für Interessenten aus Deutschland und anderen EU-Ländern zeichnen die aktuellen Daten ein differenziertes Bild. Wer in Paphos oder Larnaka kauft, trifft derzeit auf besonders lebhafte Nachfrage aus dem Ausland, während sich der Markt in Nikosia und Famagusta insgesamt ruhiger entwickelt. Die Grundbuchdaten bestätigen zudem, dass der Immobilienmarkt trotz geopolitischer Unsicherheiten in der Region bislang stabil bleibt und keine Anzeichen einer Abkühlung zeigt.

Sollte sich das Tempo der vergangenen Monate fortsetzen, dürfte 2026 für Zyperns Immobilienmarkt ein weiteres Rekordjahr werden. Steigende Nachfrage aus dem Ausland trifft dabei auf ein begrenztes Angebot an Neubauten in den beliebtesten Küstenregionen, was die Preise in Paphos und Limassol mittelfristig weiter unter Druck setzen dürfte.

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