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Russische Käufer dominieren Zyperns Immobilienmarkt: 51 Prozent aller Auslandskäufe 2025

Russische Staatsbürger kauften 2025 mehr als die Hälfte aller Auslandsimmobilien in der Republik Zypern. Warum die Insel trotz Sanktionen, Bankenhürden und hoher Preise weiter anzieht.
Limassol Küste Zypern
Foto: Cyprus Mail

Wer 2025 eine Wohnung in Zypern kaufen wollte und dabei seinen Verkäufer fragte, wer die Nachbarimmobilie erworben hat, bekam in mehr als jedem zweiten Fall dieselbe Antwort: ein Russe. Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des russischen Wirtschaftsmagazins Business Petersburg entfielen 51 Prozent aller ausländischen Wohnimmobilienkäufe in der Republik Zypern im Jahr 2025 auf russische Staatsbürger. Ein Rückgang ist trotz westlicher Sanktionen nicht in Sicht.

Die Zahlen stammen aus Interviews mit lokalen Immobilienmarktexperten, die das Magazin für seinen Bericht über Auslandsimmobilien befragte. Demnach kaufen russische Investoren auf Zypern aus drei Hauptgründen: Sie sichern Kapital, verlagern Unternehmen mit Schwerpunkt im Technologiesektor und sichern sich über den Erwerb einer Neubauwohnung ab einem Kaufpreis von 300.000 Euro die zyprische Daueraufenthaltsgenehmigung. Das EU-Mitglied Zypern gilt dabei wegen seiner großen russischsprachigen Gemeinde, dem vergleichsweise günstigen Steuersystem und dem stabilen Rechtssystem als attraktiver Standort.

Wer Immobilien in Zypern kaufen möchte und dabei dem Preissegment der russischen Käuferschicht folgt, bewegt sich hauptsächlich im Bereich zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Euro. Neubauprojekte dominieren gegenüber Bestandsimmobilien, was auch mit dem Aufenthaltsrecht zusammenhängt: Die zyprische Aufenthaltsgenehmigung durch Immobilienkauf ist an den Erwerb einer neu gebauten Immobilie geknüpft. Für Nicht-EU-Bürger ist dieser Weg nach wie vor einer der wenigen direkten Zugänge zu dauerhaftem Aufenthalt innerhalb der Europäischen Union.

Limassol als Zentrum, Larnaca und Paphos holen auf

Die geografische Nachfrage konzentriert sich auf drei Küstenregionen. Wer eine Wohnung in Limassol kaufen möchte, findet die höchste Dichte an russischen Käufern. Die Hafenstadt hat in den vergangenen Jahren einen erheblichen Boom erlebt, getrieben nicht zuletzt durch die Ansiedlung internationaler Technologieunternehmen und eine gut ausgebaute russischsprachige Infrastruktur von Schulen bis zu Rechtsberatungen. Limassol gilt heute als eine der teuersten Küstenstädte des östlichen Mittelmeers für Neubauwohnungen. Eine Wohnung in Larnaca zu kaufen ist gleichfalls beliebt, besonders bei Käufern mit knapperen Budgets oder dem Ziel, Ferienvermietung zu betreiben. Paphos als dritter Schwerpunkt zieht vor allem jene an, die ein ruhigeres Umfeld suchen und eher auf britische Käufer treffen, ein Markt mit eigener Dynamik.

Monatelange Wartezeiten bei der Bankenabwicklung

Trotz der anhaltend hohen Nachfrage verlaufen Kaufprozesse nicht immer reibungslos. Russische Interessenten stoßen auf erhebliche Hürden bei der Abwicklung über zyprische Banken. Die verschärften Compliance-Verfahren, die seit den Sanktionen gegen Russland eingeführt wurden, führen laut dem Bericht dazu, dass Eigentumsübertragungen drei bis sechs Monate in Anspruch nehmen können. Banken führen umfangreiche Due-Diligence-Prüfungen durch, bevor sie Transaktionen freigeben. Für Käufer bedeutet das: Kaufvertrag unterzeichnet, Wartezeit beginnt. Wer die Immobilienpreise in Zypern aktuell beobachtet, sieht zudem, dass dieser Preisauftrieb der vergangenen Jahre in Limassol besonders stark ausgeprägt war. Er hat sich zuletzt verlangsamt, aber nicht umgekehrt.

Nordzypern: günstiger, aber mit echten Risiken

Das Magazin warf auch einen Blick auf den Immobilienmarkt im nicht anerkannten Nordteil der Insel, der wegen niedrigerer Preise und flexiblerer Zahlungsvereinbarungen zunächst verlockend erscheint. Der Bericht warnt jedoch deutlich: Ungeklärte Eigentumsverhältnisse, fehlende internationale Anerkennung und mögliche Konflikte mit griechisch-zyprischen Eigentumsansprüchen auf Rückkehrerland stellen erhebliche Investitionsrisiken dar. Insbesondere bei Immobilien, die auf Grundstücken mit früheren Eigentumsansprüchen gebaut wurden, rät der Bericht zu extremer Vorsicht.

Unterm Strich empfiehlt die russische Fachpublikation die Republik Zypern als die "sicherste Wahl" für Investoren, die auf rechtliche Klarheit, EU-Marktzugang und ein stabiles Investitionsumfeld angewiesen sind. Für Käufer aus Deutschland, die ebenfalls Immobilien in Zypern kaufen möchten, gelten ähnliche Grundsätze: Der höhere Preis im Süden kauft echte Planungssicherheit, einen gesetzlich abgesicherten Eigentumsübergang und Anschluss an das europäische Rechtssystem.

Quelle: Cyprus Mail

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