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Kedipes: 800 Wohnungen im Mortgage-to-Rent-Programm, 1,87 Milliarden Euro zurückgezahlt

Kedipes hat 800 von 1.200 genehmigten Wohnungen in das Mortgage-to-Rent-Programm aufgenommen und seit 2018 insgesamt 1,87 Milliarden Euro staatlicher Hilfen zurückgezahlt.
Kedipes: 800 Wohnungen im Mortgage-to-Rent-Programm, 1,87 Milliarden Euro zurückgezahlt

Wer in Zypern eine Immobilie kaufen will und dabei auf Finanzierungswege schaut, stößt früher oder später auf Kedipes. Die staatliche Vermögensverwaltungsgesellschaft, die 2018 aus der Abwicklung des zypriotischen Genossenschaftsbankensystems hervorging, hat am Mittwoch eine Bilanz gezogen, die mehr aussagt als eine bloße Zahl.

800 Wohneinheiten sind inzwischen in das Mortgage-to-Rent-Programm aufgenommen worden, von insgesamt 1.200 genehmigten Liegenschaften. Das Programm erlaubt es früheren Eigenheimbesitzern, deren Kredite notleidend wurden, in ihren Immobilien zu verbleiben, nun jedoch als Mieter. Für den zypriotischen Immobilienmarkt ist das kein Randthema, sondern ein direktes Spiegelbild der Kreditkrise, die das Land seit mehr als einem Jahrzehnt verarbeitet.

Staatshilfe wird schrittweise zurückgezahlt

Kedipes hat im zweiten Quartal 2026 eine weitere Zahlung von 50 Millionen Euro geleistet. Damit summieren sich die Rückzahlungen staatlicher Hilfen seit dem Start der Gesellschaft auf 1,87 Milliarden Euro. Den Löwenanteil davon, nämlich 1,76 Milliarden Euro, machen Barzahlungen aus.

97 Millionen Euro entfallen auf die Kosten der Umsetzung des Mortgage-to-Rent-Programms für die 800 aufgenommenen Objekte. Weitere 13 Millionen Euro fließen in andere Formen der Rückzahlung. Das Bild ist klar: Zyperns Aufräumarbeiten im Bankensektor laufen, aber sie brauchen Zeit und Kapital.

Zwei Puffer hält Kedipes derzeit vor. Einen liquiden Reserve von 60 Millionen Euro, um das Mietprogramm laufend zu finanzieren. Und einen weiteren Puffer von ebenfalls 60 Millionen Euro, der für die Abwicklung von Verpflichtungen gegenüber Eurobank vorgesehen ist, die aus dem Kreditgarantieprogramm stammen, das Ende Januar 2026 ausgelaufen ist.

Was das für Käufer bedeutet

Für alle, die aktuell Immobilien auf Zypern kaufen wollen, ist die Kedipes-Meldung in mehrfacher Hinsicht relevant. Zum einen zeigt sie, dass der Markt für notleidende Kredite schrumpft, was das Risikoprofil des zypriotischen Bankensektors insgesamt verbessert. Zum anderen macht das Mortgage-to-Rent-Programm deutlich, wie der Staat versucht, soziale und wirtschaftliche Spannungen rund um Eigentumsrechte aufzulösen, ohne Massenzwangsräumungen zu riskieren.

Wer über eine Hypothek für den Kauf einer zypriotischen Immobilie nachdenkt, trifft auf einen Markt, der strukturell stabiler ist als noch vor fünf Jahren. Die Banken haben ihre Portfolios bereinigt, der Anteil fauler Kredite ist deutlich gefallen, und staatliche Sicherheitsnetze wie das Kedipes-Programm mindern das systemische Risiko.

Gleichzeitig bleibt der Kaufvertrag in Zypern ein Dokument, das präzise aufgesetzt sein will. Die Registrierung beim Grundbuchamt, die Prüfung bestehender Belastungen und das Verhältnis zwischen Kaufpreis und Beleihungswert sind Punkte, bei denen erfahrene Immobilienmakler auf Zypern den Unterschied machen. Wer zum ersten Mal auf der Insel kauft, sollte diesen Schritt nicht leichtfertig nehmen.

Programm läuft weiter

Kedipes hat betont, dass die Annahme und Prüfung weiterer Anträge für das Mortgage-to-Rent-Programm fortgesetzt wird. Von den 1.200 genehmigten Objekten sind noch 400 in der Bearbeitung. Der Prozess ist nicht abgeschlossen, aber die Richtung ist eindeutig: Das Programm soll vollständig ausgeschöpft werden.

Für den Immobilienmarkt 2026 in Zypern ist das ein Signal, das Investoren und Käufer kennen sollten. Die staatlichen Strukturen arbeiten, die Rückzahlungsquoten steigen, und der Bankensektor wird schrittweise von historischen Lasten befreit. Das sind keine dramatischen Schlagzeilen, aber solide Fundamente.

Quelle: Cyprus Mail

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